„Non c’è male“, so antworten die Toskaner gern auf die Frage, wie’s denn so geht: „Nicht schlecht.“ Das ist natürlich eine enorme Untertreibung und gleichzeitig Ausdruck ihrer Mentalität. Denn den Toskanern geht es blendend. Sie leben in einer der wohlhabendsten Regionen Italiens bei herrlich mildem Klima rund ums Jahr, mit Natur, Kultur und Möglichkeiten zum Genuss im Überfluss.
Die gesamte Toskana hat nachhaltig in die Geschichte Europas investiert. Pisa, Siena, San Gimignano und Florenz waren im Mittelalter das, was heute New York, Tokio und London für die Welt sind. Hier wurden die ersten Banken gegründet, hier erfand man die Statistik und auch den Bankrott (bancarotta).
Andererseits nahmen Humanismus und Renaissance hier ihren Ausgang und formten durch die „Wiederentdeckung“ der Antike das Menschenbild von heute.
So wundert es auch nicht, dass die Toskana bis heute das Stammland der Genießer ist. Ein bisschen Namedropping sei erlaubt: Sting, Zubin Mehta, Caroline von Monaco, Beatrix von Holland haben hier einen Wohnsitz. Sie machen ebenso wenig Aufhebens darum, wie die weniger Prominenten. Aus gutem Grund: Die Toskana ist trotz ihrer Bekanntheit ein Juwel geblieben und soll es auch bleiben. Ruhe, Verschwiegenheit, Gediegenheit – ein zurückgezogener, natürlicher Lebensstil machen sie zu einer Enklave des angenehmen Lebens.



